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Zeltlager 2006: Die Rückkehr der Maultaschen
Das hatten wir nicht verdient: vom ersten Moment an, als wir aus den Autos stiegen, regnete es. Und es hörte die gesamte Woche fast nicht auf. Gegen Mitte der Woche wurde es schließlich so kalt, dass wir im Aufenthaltszelt eine Heizung aufstellen mussten. Doch das Wasser kam nicht nur von oben, auch der Boden unter unseren Füßen verwandelte sich rasch in einen matschigen Sumpf. Mehrere Ladungen Kies waren zur Befestigung der Wege erforderlich, in manchen Schlafzelten wurden zusätzlich Entwässerungsgräben ausgehoben. Schließlich waren Kinder und Kleidung so schmutzig, dass mehrere Ladungen Wäsche in die Waschmaschinen des Campingplatzes wanderten. Um die Kinder wieder sauber zu bekommen, fuhren wir nach Ellwangen ins Wellenbad. In einer der wenigen Trocken-perioden wagten wir uns mit Karte und Kompass in den Wald. So oft es ging, entzündeten wir abends ein Lagerfeuer, an dem Rote Würste und Stockbrot gegrillt wurden.
Um dem Maultaschendesaster vom letzten Jahr zu entgehen, kochte Ingrid so viele davon, dass wir drei Tage lang Maultaschen in allen Variationen essen konnten. Obwohl wir draußen nicht viel unternehmen konnten, blieben wir von einem Lagerkoller verschont. Bei Uno, Monopoly und vielen anderen Spielen kam kaum Langeweile auf. Als eines Morgens unsere schöne neue Fahne verschwunden war, lösten Marcel und Pascal sie mit einer Kanne Kaffee wieder aus. Durch die nassen und schmutzigen Zelte gestaltete sich der Abbau etwas schwierig, ein hartnäckiger Zeltpflock, der sich durch zwei Wurzeln gebohrt hatte, machte es noch mal richtig spannend. Aber auch dieses Problem konnte schließlich mit roher Gewalt gelöst werden und wir traten frohen Mutes die Heimreise an.
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